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panormos und die elefantenfalle des metellus

proelium panormitanum

fast zwei jahre lang stellten sich die legionen auf sizilien in schlachtordnung auf und wagten den angriff nicht: der anblick eines einzigen elefanten genügte, um daran zu erinnern, wie regulus geendet hatte. metellus spielte eben diese furcht vor, ließ vor der stadtmauer einen graben ausheben und machte die waffe zur falle.

römischer silberdenar: kopf der roma auf dem avers und eine elefantenbiga mit der legende c·metellvs auf dem revers
johny sysel · cc by 4.0
epoche
mittlere republik

fast zwei jahre lang stellten sich die römischen legionen auf sizilien vor dem feind in schlachtordnung auf und wagten den angriff nicht. der anblick eines einzigen elefanten genügte, damit sie sich erinnerten, wie regulus geendet hatte.

die angabe stammt von polybios, und es lohnt sich, bei ihr zu verweilen, denn sie beschreibt etwas, das in militärgeschichten selten vorkommt: eine kollektive lähmung. der schrecken, den xanthippos am bagradas gesät hatte, war fünf jahre später noch unversehrt. die konsularheere marschierten bei lilybaion und selinunt auf, sahen das karthagische elefantenkorps vor sich und weigerten sich, die schlacht anzunehmen. das war keine feigheit einzelner; es war ein ganzer kampfverband, der nicht mehr glaubte, gewinnen zu können.

sommer 250 vor unserer zeitrechnung. der karthagische feldherr hasdrubal, der sohn hannos, marschierte mit rund dreißigtausend mann und einem großen elefantenkorps auf panormos —das heutige palermo, bereits in römischer hand—. drinnen saß der prokonsul lucius caecilius metellus. hasdrubal hielt ihn für verängstigt, und genau das sollte er glauben.

metellus besiegte nicht die elefanten. er besiegte die vorstellung, dass elefanten unbesiegbar seien.

metellus spielte entsetzen vor und verschanzte sich hinter der mauer, bis hasdrubal zuversichtlich den fluss überquerte und seine bestien vor der stadt aufstellte. das war die falle. metellus hatte am fuß der mauer einen riesigen graben ausheben lassen und postierte dort seine leichte infanterie mit einem einzigen befehl: so viele wurfspieße wie möglich in die elefanten zu setzen und sich danach in den graben zu flüchten. von innen schleppten die bürger bündel von speeren an die mauer —munition ohne ende—. durchbohrt, ohne raum zum ansturm und ohne jemanden, den sie erreichen konnten, gerieten die tiere außer sich, machten kehrt und zertrampelten das eigene heer. da fiel metellus aus dem tor und traf die offene flanke. hasdrubal wurde überrannt.

man sollte sagen, wo das gesicherte aufhört. die zahl der erbeuteten tiere schwankt je nach quelle zwischen sechzig und mehr als hundertvierzig, und polybios, plinius und frontinus erzählen in den einzelheiten nicht dieselbe geschichte; es gibt sogar eine überlieferung, nach der metellus sie auf flößen aus zusammengebundenen tongefäßen nach italien übersetzen ließ, was mehr nach einer denkwürdigen anekdote klingt als nach einem logistischen bericht. was nicht zur diskussion steht, ist die wirkung.

metellus führte die elefanten in seinem triumph vor, das tier wurde zum sinnbild der familie caecilia und erschien generationen später noch auf ihren münzen, und die legionen sahen karthago wieder ins gesicht. der sieg, auf den es hier ankommt, ist nicht taktischer, sondern psychologischer art: eine waffe ist nur so lange unbesiegbar, wie niemand gesehen hat, wie man sie schlägt. dieses wiedergewonnene selbstvertrauen freilich stand kurz davor, an einem hafen namens drepana zu zerschellen, und schuld daran waren ein paar hühner.

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fontes classicae.

  1. i. polybios · historien buch i, 39-40
  2. ii. plinius der ältere · naturalis historia buch viii, 6
  3. iii. frontinus · stratagemata buch ii, 5

moderne bibliografie.

  1. i. adrian goldsworthy · the punic wars
dídac
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dídac

geschichtsvermittler. schreibt über antike politische geschichte und über die wut, die sein eigenes jahrhundert in ihm auslöst. baut im internet eine encyclopædia romana — und ein paar räume mehr.

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¿fue zama la primera vez que un general romano se enfrentó en campo abierto a un ejército de elefantes?

no, y el desfase es de casi ochenta años. roma conoció el elefante de guerra en heraclea, en el 280 a.n.e., cuando pirro de epiro desembarcó en italia con unas bestias que la caballería romana no había visto jamás y que bastaron para romperla; volvió a sufrirlos en ásculo el 279. en benevento, el 275, manio curio dentato aprendió por fin a darles la vuelta: acribillados a jabalinas desde la empalizada del campamento, los animales giraron en redondo y cargaron contra las propias filas de pirro.

la primera guerra púnica añadió dos capítulos más. en el 255, en el bagradas, el mercenario espartano jantipo aniquiló el ejército de régulo con un cuerpo de elefantes al frente, y aquella derrota dejó a las legiones paralizadas de miedo durante años: polibio cuenta que se formaban en sicilia frente al enemigo y se negaban a presentar batalla con solo verlos. en el 250, en panormo, lucio cecilio metelo montó la trampa del foso, los acribilló hasta enloquecerlos y capturó vivas decenas de bestias que después exhibió en su triunfo.

zama es del 202. escipión llega el último a esa lista, y ahí está lo interesante: no partió de cero. su solución —abrir calles en la formación para que los elefantes atravesaran las líneas de largo en lugar de recibirlos de frente— es la última pieza de casi ochenta años de escarmientos romanos, no un hallazgo salido de la nada. dicho lo cual, tampoco conviene pasarse por el otro lado: polibio subraya que escipión colocó a los príncipes justo detrás de los hastati «no según la costumbre romana habitual», precisamente por los elefantes, y atribuye el resultado a su previsión. hereda el aprendizaje y le añade algo suyo.

el elefante nunca fue invencible. solo lo pareció mientras nadie había visto cómo se le gana

plutarco, vida de pirro 17.3 (heraclea 280: los elefantes rompen la caballería romana) y 25.4-5 (benevento 275: acribillados desde la empalizada, se vuelven contra las filas de pirro)
polibio, historias i, 32-34 (bagradas 255: jantipo destroza a régulo con los elefantes al frente)
polibio, historias i, 39-40 (panormo 250: la trampa del foso de metelo)
polibio, historias xv, 9.7-10 (zama 202: el despliegue con calles, «no según la costumbre romana habitual») y xv, 12 (las bestias pasan de largo)
plinio el viejo, naturalis historia viii, 16-17 (metelo exhibe los elefantes capturados en su triunfo)
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