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die überquerung der meerenge und das erste punische blut

appivs clavdivs cavdex

im jahr 264 v.u.z. betreten die römischen legionen zum ersten mal boden außerhalb italiens und überqueren dabei die straße von messana in schiffen, die ihnen ihre griechischen verbündeten geliehen haben. der erste zusammenstoß mit karthago eröffnet den längsten krieg der antike.

archäologische überreste des bugs eines punischen kriegsschiffs, gefunden vor marsala, sizilien
ekem · cc by-sa 3.0
vita
konsul 264 v.u.z.
epoche
mittlere republik
ämter
konsul (264 v.u.z.)
familie
gens claudia

im jahr 264 vor unserer zeitrechnung betraten die römischen legionen auf einem felsigen strand siziliens zum ersten mal ein ufer außerhalb italiens. rom hatte für den krieg gestimmt, besaß aber keine eigene flotte, um ihn zu führen: es überquerte die straße von messana in schiffen, die ihm neapel, tarent und die übrigen griechischen verbündeten süditaliens geliehen hatten. das ergebnis jener bescheidenen nacht — ein konsul, ein paar legionen, geliehene helme — sollte der längste zusammenhängende krieg der antike werden.

das ziel war messana, eine stadt zwischen zwei feuern gefangen. auf der einen seite von einer karthagischen besatzung befehligt, auf der anderen von hieron ii., dem könig von syrakus, bedrängt, hatten die mamertiner — ehemalige kampanische söldner, die die stadt jahrzehnte zuvor mit gewalt eingenommen hatten — gleichzeitig die beiden größten mächte des westlichen mittelmeers um hilfe gebeten, und rom entschied sich einzugreifen. an der spitze der legionen stand der konsul appius claudius, mit dem beinamen caudex, beauftragt, die meerenge zu überqueren und stellung zu beziehen, bevor karthago oder syrakus zuvorkämen.

doch als die legionen vor den toren von messana ankamen, fanden sie den platz bereits geräumt vor: der punische kommandant hatte die zitadelle verlassen, bevor auch nur ein einziger legionär um sie hätte kämpfen müssen. die quellen sind sich nicht einig, wie es dazu kam. diodor von sizilien und zonaras berichten, es sei eine list des tribuns gaius claudius gewesen, der den hauptstreitkräften vorausgeeilt war und ihn überredete oder zwang, die stadt zu verlassen. polybios hingegen schreibt das manöver den mamertinern selbst zu: sie seien es gewesen, die durch drohung und list den karthagischen offizier aus der zitadelle vertrieben und erst dann — als der platz bereits leer war — den konsul appius claudius zum einzug einluden.

weil er den platz kampflos preisgab, ließ karthago seinen eigenen kommandanten kreuzigen.

das ende für jenen offizier war brutal und offenbarte die karthagische disziplin: weil er die stellung übergab, ohne die schlacht zu suchen, ließ karthago ihn kreuzigen. mit der besatzung fort und der stadt bereits in römischer hand verschanzten sich die legionen innerhalb der mauern von messana und warteten auf den gegenschlag, der nicht lange auf sich warten ließ. hieron von syrakus und das karthagische kontingent, das noch in der gegend operierte, belagerten die stadt von getrennten seiten aus, ohne ihre offensive ganz zu koordinieren — eine fehlende abstimmung, die appius claudius zu nutzen wusste.

als die stellung gefestigt war, kam der moment des eisens. die legionen zogen durch die tore aus und zerschlugen zuerst das lager des königs von syrakus; am folgenden tag richteten sie ihre schwerter gegen das karthagische kontingent, und die afrikanischen truppen wurden bezwungen und gezwungen, ihre basis aufzugeben. es war das erste blut des krieges, und die erste runde war an rom gefallen.

nun zur historiographischen nuance, die man besser nicht überspringt. die episode von messana erreicht uns über zwei überlieferungen, die nicht immer übereinstimmen, und polybios — unsere hauptquelle, anderthalb generationen nach den ereignissen verfasst — ist zugleich am kargsten in den details über die genaue rolle des gaius claudius, während diodor und zonaras, später schreibend, seinen anteil mit der persönlichen list aufblähen. lazenby weist in seiner militärischen studie des krieges darauf hin, dass beide fassungen dasselbe erzählerische interesse teilen: die einnahme von messana eher als geistesblitz denn als schlacht darzustellen, vielleicht weil es kaum kampfhandlungen zu erzählen gab. was keine quelle bestreitet, ist das ergebnis: zum ersten mal hatte ein römisches heer das meer überquert und außerhalb italiens im offenen feld gesiegt.

doch der sieg barg eine langfristige falle. solange karthago die herrschaft über das meer behielt, war jeder römische triumph zu lande bestenfalls vorläufig: die legionen konnten jede schlacht in sizilien gewinnen und den krieg trotzdem verlieren, weil karthago stets über eine route, die rom nicht kontrollierte, nachschub liefern, verstärken oder evakuieren konnte. jene lehre, in den gerade erst eroberten straßen von messana noch unsichtbar, sollte sich zwei jahre später in ihrer ganzen härte offenbaren, vor den toren der gewaltigen stadt akragas.

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Año 264 antes de nuestra era. En una playa rocosa de Sicilia, las legiones romanas pisan por primera vez una orilla fuera de Italia. Roma había votado la guerra y cruzado el estrecho en barcos prestados por Nápoles, Tarento y demás aliados griegos del sur; ahora llegaba el hierro. Día 49 construyendo la mayor enciclopedia de Roma en internet. Las tropas avanzaron hacia Mesina, una ciudad atrapada entre dos fuegos: el rey Hierón de Siracusa por un lado y una guarnición cartaginesa por el otro. Pero antes de que las legiones chocaran contra los muros, el comandante púnico ya había abandonado la ciudadela. Según una tradición que recogen Diodoro y Zonaras, fue el tribuno Gayo Claudio, cruzado por delante, quien lo sacó con un ardid; según Polibio, fueron los propios mamertinos quienes, por amenaza y astucia, lo expulsaron y solo entonces invitaron a entrar al cónsul Apio Claudio. Con la guarnición fuera, las legiones entraron en una Mesina ya abierta y se atrincheraron dentro de sus muros. Cartago lo pagaría caro: por ceder la plaza sin combatir, crucificó a su propio comandante. Con la posición consolidada, llegó el momento del hierro. Las legiones salieron de las puertas y destrozaron primero el campamento del rey de Siracusa. Al día siguiente, giraron sus espadas contra el contingente cartaginés. Las tropas africanas fueron doblegadas y forzadas a abandonar su base. La primera sangre se había derramado y Roma había ganado el asalto inicial. Pero la contienda más devastadora de la Antigüedad Clásica acababa de empezar. Mientras Cartago controlara las rutas marítimas, cualquier victoria en la isla sería temporal. Roma iba a descubrir esta dura lección a las puertas de la inmensa ciudad de Agrigento. Mañana, día 50.

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fontes classicae.

  1. i. polybios · historien buch i, 11-12 und 20.14
  2. ii. diodor von sizilien · historische bibliothek buch xxiii
  3. iii. zonaras · epitome des cassius dio buch viii, 8-9

moderne bibliografie.

  1. i. j.f. lazenby · the first punic war: a military history
dídac
⁕ über den autor ⁕

dídac

softwareentwickler, geschichtsvermittler. schreibt über antike politische geschichte und über die wut, die sein eigenes jahrhundert in ihm auslöst. baut im internet eine encyclopædia romana — und ein paar räume mehr.